Monatsarchiv für Juli 2010

Sonnensegel – 2. Versuch

Dienstag, den 20. Juli 2010

Da die Augenschrauben dem Wetter in OWL nicht standgehalten haben, musste eine neue Befestigungsl√∂sung f√ľr das Segel gefunden werden.

Auf H√∂he der Geschossdecke befindet sich ein umlaufender Holzbalken, der grunds√§tzlich mit den Windkr√§ften in OWL umgehen kann. So kam die Idee, die W√§rmed√§mmverbundsystem-Fassade mit einer H√ľlse zu √ľberbr√ľcken. Die H√ľlse sollte einen m√∂glichst gro√üen Durchmesser und eine ernst zu nehmende Wandst√§rke haben, damit die Kr√§fte mit einer geringen Fl√§chenpressung an das Holz weitergegeben werden.

Gl√ľcklicherweise konnten wir einen Hersteller finden, der die Kombination aus einer Wandplatte inklusive H√ľlse (aus Edelstahl) zur √úberbr√ľckung der Isolierung speziell f√ľr uns angefertigt hat.

Die H√ľlse

Loch in der Fassade

Montierte Wandplatte


Es tut schon weh, so ein gro√ües Loch in die Fassade zu bohren. Wir haben die Distanzh√ľlse bewusst etwas l√§nger ausgef√ľhrt, damit zwischen Putz und der Wandplatte ein Abstand von ca. 5 mm besteht, den wir anschlie√üend mit viel Acryl abgedichtet haben.

Bei dem neuen Anbieter gab es auch viel besseres Spannmaterial. Die Zaunspanner sind zwar optisch sch√∂n, allerdins sehr unpraktisch. Vor allem der eingeschr√§nkte Spannbereich ist nervig, da hierzu die Masten sehr genau positioniert werden musste. Wir haben die Masten jetzt um eine Ratsche aus Edelstahl gepimmt. Der Gurt wird √ľber eine Umlenkrolle am Mastende zur Ratsche hin umgelengt. √úber die Gurtratschen ist das Aufh√§ngen und Abnehmen des Segels sehr komfortabel und schnell geworden: Segel an der Fassade einh√§ngen, Gurte durch die Umlenkrollen ziehen und mit den Ratschen das Segel spannen. Das geht mindestens genauso schnell wie einen Sonnenschirm aufstellen.

Ein weiterer Gewittersturm diesen Jahres hat gezeigt, dass die neue Befestigung dem Wind in OWL stand halten kann.